Das Klima interessiert sich nicht!

Das Klima interessiert sich nicht für Nationen.

Das Klima interessiert sich nicht für Religionen.

Das Klima interessiert sich nicht für Regierungen und Parteien.

Das Klima interessiert sich nicht für Kapital und Arbeit.

Das Klima interessiert sich nicht für Menschen.

Aber das Klima reagiert.

Es reagiert auf Nationen, Religionen, Regierungen und Parteien, auf Wirtschaft und Industrie mit Kapital und Arbeit.

Weil wir alle mit dem Klima handeln.

Und es reagiert sofort und hart.

Es hat innerhalb der letzten 22 Minuten des Erdenlebens von 4,5 Milliarden Jahren mit einer gewaltigen globalen Veränderung auf die Industriealisierung der Erde reagiert:

Häufigere und verstärkte Wetterereignisse wie Stürme, Hitzewellen, Starkregen mit Überflutungen.

Die wichtigste Veränderungen finden im Eis statt: Gletscher verschwinden in den Alpen, auf Island, Grönland … und insbesondere das Eis der Pole schmilzt ab:

Nordpol: 2004 – 2005 730.000 Tonnen Nordpoleis weniger. Die Arktis erwärmt sich viel schneller als der übrige Globus – sie ist das Zentrum der globalen Erwärmung, doppelt so schnell wie alle anderen Länder.

Am Südpol schmilzt das Eis derzeit sechs Mal so schnell wie in den 1980er-Jahren.

Forscher von der University of Leeds: In der Antarktis gingen zwischen 2012 und 2017 im Mittel dreimal so viel Eis verloren wie in den Jahren von 1992 bis 2012. Waren es anfangs 76 Milliarden Tonnen jährlich, sind es in der Folge nun 219 Milliarden Tonnen jährlich. Zwischen 1979 und 1990 waren es noch 40 Milliarden Tonnen pro Jahr gewesen… ..(nur?!) Zahlen, die man nicht verstehen kann ..

Frage: Wann wird das polare Eis verschwunden sein – in 2040 oder in 2080?

Und: Wie hoch wird dann der Meeresspiegel angestiegen sein?

Und: Welche Landflächen und Städte ……..

Und: Wieviele und wohin überhaupt wollen alle diese Flüchtlinge …….

Und: Seit wann warnen Forscher bereits?

Leidtragende sind vor allem die ärmeren Staaten wie Puerto Rico, Honduras, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Pakistan, El Salvador, die Philippinen, Haiti, Simbabwe, den Fidschi-Inseln, Vietnam und Indien .. und das Schwellenland Brasilien. Die USA ist unter den TOP 10 die einzige Industrienation mit heftigen Tornados, hohen Temperaturen und schweren Hurrikans.

Was wäre eigentlich, wenn das ganze Eis in der Antarktis verschwindet? Laut Andrew Shepherd hätte das einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 58 Meter – achtundfünfzig Meter – zur Folge. Wieviel der gesamten Landmasse der Erde wäre dann lebensfeindlich überschwemmt?

Permafrostböden erwärmten sich im Schnitt um 0,3 Grad

Der Klimawandel lässt die Temperaturen selbst in den Dauerfrostböden in zehn Metern Tiefe steigen. Dass sich die Permafrostböden weltweit erwärmen, ist bestätigt. An einer großangelegten Langfriststudie nahmen insgesamt mehr als 50 Forschergruppen aus 26 Ländern teil. Auch Experten des Alfred-Wegener-Institus (AWI) waren daran beteiligt. Die Forscher hatten insgesamt 154 Löcher in Permafrostzonen weltweit gebohrt und Messgeräte eingesetzt. Damit hielten sie die Temperaturentwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren fest. Ihr Ergebnis: Zwischen 2007 und 2016 ist die Temperatur des gefrorenen Untergrundes in mehr als zehn Metern Tiefe im Durchschnitt um 0,3 Grad Celsius gestiegen. Besonders stark erwärmte sich der dauerhaft gefrorene Boden im russischen Sibirien – um fast ein Grad Celsius. Auch für andere arktische Gebiete, für die Antarktis sowie für die Hochgebirge in Asien und Europa verzeichneten sie teilweise deutliche Anstiege. Die Temperatur der dauerhaft gefrorenen Böden in den Alpen stieg im Mittel um 0,19 Grad Celius.

Die Lufttemperatur in der Antarktis kann im günstigsten Fall, wenn sofort Änderungen durchgeführt würden, bis 2070 um 0,9 Grad steigen und die Antarktis zu einem Anstieg des Meeresspiegels weltweit um sechs Zentimeter beitragen. Im schlechtesten Fall – also so, wie es bisher läuft – wären es drei Grad und 27 Zentimeter (M. Siegert, Imperial College London, und S. Rintoul, Centre for Southern Hemisphere Oceans Research, Hobart: Studie zur Zukunft der Antarktis, Juni 2018)

Der Permafrost erwärmt sich lokal, regional und weltweit und nahezu im Takt mit der Klimaerwärmung – und gibt das gegenüber CO2 25 mal schädlichere Klimagas Methan ab.

Methan bildet sich immer dort, wo sich organisches Material unter Luftabschluss zersetzt, hierzulande vor allem bei der Massentierhaltung, in der Forstwirtschaft, in Klärwerken und auf Mülldeponien. Weltweit ist es die weiter zunehmende Fleischproduktion und der Kohlebergbau in Asien (China, Indien, Vietnam u.a) der zum Methananstieg beiträgt.

November 2019: Gerade jetzt warnen wieder Wissenschaftler. Diesmal sind es mehr als 11.000 Wissenschaftler auf der ganzen Welt, darunter auch ca. 900 aus Deutschland, in einer gemeinsamen Erklärung vor einem weltweiten

„Klima-Notstand“.

11000 Wissenschaftler: Wenn sich das menschliche Verhalten beim Treibhausgasausstoß und anderen den Klimawandel begünstigenden Faktoren nicht grundlegend und anhaltend verändere, sei

„unsägliches menschliches Leid“

nicht mehr zu verhindern. „Wissenschaftler haben eine moralische Pflicht, die Menschheit vor jeglicher katastrophaler Bedrohung zu warnen“, sagte Co-Autor Thomas Newsome von der University of Sydney.

Die Forscher fordern in ihrem Beitrag im Fachjournal „BioScience“ Veränderungen vor allem in sechs Bereichen:

  • Umstieg auf erneuerbare Energien,
  • Reduzierung des Ausstoßes von Stoffen wie Methan und Ruß,
  • besserer Schutz von Ökosystemen wie Wäldern und Mooren,
  • Konsum von mehr pflanzlichen und weniger tierischen Produkten,
  • nachhaltige Veränderung der Weltwirtschaft und
  • Eindämmung des Anwachsens der Weltbevölkerung.

Auch wir sind gemeint – denn auch wir gehören zu den 10% der Weltbevölkerung, die 50% der Treibhausgase emittieren.

Jede und jeder kann und muss die persönliche Klimaschuld reduzieren!

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